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BLOGGEN BEDEUTET FÜR MICH FREIHEIT

Theresa Hein ist 23 Jahre alt und studiert den Master Medien und Politische Kommunikation an der Freien Universität Berlin. Zuvor hat sie im Bachelor Medienmanagement an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover studiert. In ihrer Geburtsstadt Hannover gründete sie 2015 den Instagram-Account und Blog Hannoverlife, der sich zu dem erfolgreichsten Profil über die Stadt Hannover entwickelt hat. Zudem gehört sie als jüngste Nominierte zu den #30u30 Talenten 2018 des PR-Reports. Neben ihrem Interesse an lokaler Kommunikation und visuellen Darstellungsformen arbeitet die Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Wissenschaft und Praxis zu den Themen rund um die Veränderung von traditionellen Geschäftsmodellen in der Medienbranche, politischer Kommunikation und neuen Möglichkeiten von Informationsvermittlung durch Soziale Medien.


Was macht bloggen für dich so reizvoll?
Bloggen bedeutet für mich Freiheit und die Möglichkeit, etwas eigenes Kreatives zu schaffen. Es macht mir große Freude, eigene Themen überlegen und setzen zu können, einen Mehrwert für andere zu schaffen und auch viele neue Leute aus der Kreativbranche und Hannover kennenzulernen. Gerade wenn man einen (Blog-)Beitrag schreibt, beschäftigt man sich so intensiv mit seinem Gegenüber. Man taucht in ein Unternehmen ein, besucht verschiedenste Büros und lernt unterschiedlichste Charaktere kennen. Ich bin ein neugieriger Mensch und lerne durch diese Begegnungen unheimlich viel über die Lebensrealitäten der Menschen in Hannover.

Du hast 2015 Hannoverlife als Start-up gegründet. Wenn du auf die vergangenen Jahre zurückblickst – wie hat es sich entwickelt oder verändert? Was war positiv, was vielleicht nicht?
Seitdem ich im September 2015 Hannoverlife während meines Bachelor-Studiums in Medienmanagement gegründet habe, ist es größer und größer geworden und hat sich etabliert. Es freut mich, wenn ich auf der Straße auf Hannoverlife angesprochen werde und dadurch merke, dass ein spürbarer Mehrwert für die Community geschaffen wurde. Dadurch, dass ich derzeit meinen Master in politischer Kommunikation in Berlin studiere, hat sich 2017 um Hannoverlife das Team Hannoverlife etabliert. Wir sind jetzt sechs Frauen, die Hannoverlife mit Content bestücken. Dadurch werden die Perspektiven auf die Stadt diverser und wir können mehr Zielgruppen erreichen. Eine große Herausforderung ist zu wissen, dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde: Es bieten sich immer so viele Möglichkeiten und Themen, die abgebildet werden können. Da muss man sich manchmal ein wenig bremsen.

Glaubst du, dass Influencer-Marketing Zukunft hat, und wie wird es sich verändern?
Ich glaube, dass Influencer-Marketing Zukunft hat. Jedoch bin ich der Meinung, dass sich das Feld stark professionalisieren wird. Für viele Unternehmen wird Influencer-Marketing ein integrierter und kostengünstiger Marketing-Kanal. Dies bietet besonders Potenzial für kleine und mittelständische Unternehmen oder auch Start-ups, die mit geringen Aufwendungen eine hohe Reichweite ihrer Produkte oder Dienstleistung erreichen können. Auch das Berufsfeld des „Influencers“ wird sich stärker professionalisieren. Wenn man langfristig bestehen möchte, muss man auch langfristige Strategien und Kooperationen abschließen und dadurch seinen Marktwert definieren. Ich glaube, dass sich in diesem Bereich in den nächsten Jahren stark die Spreu vom Weizen trennen wird.

www.hannoverlife.blogspot.com


Der Artikel „Nur einen Klick entfernt“ zum Interview ist ebenfalls auf unserer Website veröffentlicht.