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„EINE MISCHUNG AUS ARBEIT, FLEISS, ABER AUCH GLÜCK“

Timo Kastening hat geschafft, wovon viele junge Sportler träumen – er hat sich aus dem Jugend- in den Profisport gearbeitet. Im Jahr 2015 hat er zusätzlich zum Sport seine Lehre als Bankkaufmann bei der Sparkasse Hannover erfolgreich abgeschlossen.

Sie sind als gebürtiger Stadthagener „ein Kind der Region“ – wie haben Sie es im Sport dahin geschafft, wo Sie jetzt stehen?
Ich komme aus einer Familie, in der Leistungssport großgeschrieben wurde. Mein älterer Bruder hat mich da ein wenig an die Hand genommen. Der Wechsel zu den Recken war dann sehr wichtig, denn dort habe ich mit dem Internat perfekte Rahmenbedingungen vorgefunden. Zudem hatte ich immer das große Glück, von hervorragenden Trainern während meiner Entwicklung begleitet und geschult zu werden. Als sich Torge Johannsen dann verletzt hatte, habe ich die Chance auf viele Einsätze in der Bundesliga bekommen. Ich glaube, um sich weiterentwickeln zu können bedarf es immer einer Mischung aus harter Arbeit, Fleiß, aber auch ein wenig Glück.

Wie geht es für Sie weiter, wenn alles nach Plan läuft?
Ich bin eigentlich nicht der Typ, der sehr weit in die Zukunft guckt. Es kommt meistens einfach anders, als man es geplant hat. Ich versuche immer, den Moment zu genießen. Alles, was noch kommt, sind Zugaben, bzw. man kann aus schlechten Phasen auch viel Positives mitnehmen und gestärkt daraus hervorgehen.

Dos and Don´ts – was raten Sie jungen Sportlern, die eine Profi-Karriere im Handball anstreben?
Jeder, der Leistungssport betreiben möchte, darf den Spaß an der Sache nie verlieren. Ein gewisses Talent hilft natürlich dabei, sich schneller zu entwickeln, aber in unserer Sportart kann man auch mit harter Arbeit sehr weit kommen. Das klingt vielleicht etwas nach Plattitüde, ist letztendlich aber so. Man muss bereit sein, auch mal in der Freizeit zu trainieren und auf Dinge zu verzichten, die für andere Jugendliche vielleicht normal sind. Trotzdem ist es mir wichtig, auch mal vom Sport abzuschalten und etwas mit meiner Familie oder Freunden zu unternehmen. Auf die richtige Mischung kommt es da an, damit man es als Leistungssportler schaffen kann.


Interview: Susanne Bührer