DAS BEWUSSTSEIN DER KUNDEN HAT SICH VERÄNDERT

27. März 2018

Helen Kreuzkamp
Sie arbeitet zusammen mit fünf Familienmitgliedern im Familienunternehmen Kreuzkamp Genuss GmbH
und auf dem zugehörigen landwirtschaftlichen Betrieb in Burgwedel.
www.kreuzkamp-genuss.de


Worauf hat sich Ihre Manufaktur spezialisiert?
Wir produzieren Qualitätsrindfleisch. Dabei setzen wir auf Regionalität und Transparenz – unsere Kunden im Raum Hannover beliefern wir persönlich. In den vergangenen Jahren ist der Kundenwunsch nach Transparenz gewachsen. Deshalb bieten wir Hofbesichtigungen und einen Dialog zwischen Kunde und Produzenten gemäß dem Motto „den Landwirt nicht nur wissen, sondern kennen“ an.

Was macht in Ihren Augen eine Manufaktur aus?
Manufaktur bedeutet für mich: Qualität, Tradition und alles aus einer Hand.

Inwieweit profitiert Ihr Unternehmen vom Standort Region Hannover?
Unser Hof befindet sich 20 Kilometer vom Stadtkern Hannovers entfernt. Gerade durch diese Stadtnähe erreichen wir viele Menschen, die nicht nur Wert auf hochwertige, sondern auch regionale Lebensmittel legen. Durch die geringe Entfernung hat der Kunde zudem die Möglichkeit, durch einen Besuch bei uns Einblicke in die Rindfleischerzeugung zu bekommen.

500 Gramm Hack kosten im Supermarkt manchmal unter 2 Euro. Was muss passieren, damit Menschen Fleisch wieder mehr wertschätzen?
Es tritt bereits ein Wandel ein. In den vergangenen Jahren hat sich das Bewusstsein vieler Kunden hin in Richtung Qualität und Regionalität verändert.

Qualität hat allerdings ihren Preis. Wie erklären Sie den Ihren Kunden?
Man schmeckt es! Wir züchten französische Limousinrinder und haben eine besonders tiergerechte Haltungsform: flächendeckende Einstreu mit Stroh, Auslauf für mehr Bewegungsfreiheit und im Sommer grasen die Tiere draußen auf der Weide. Bei der Fütterung wird auf hofeigenes Futter gesetzt. Nach der Schlachtung in einer nahe gelegenen Landschlachterei werden bei Fleisch- und Wurstwaren keine Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe oder Aromen verwendet.

Fotos: Marius Landwehr

Text: Sarah Franke