Digitalisierung und Handwerk – Erfolg trotz Corona

28. August 2020

Erfolgsgeschichten in Zeiten von Corona? Headlines wie diese findet man zurzeit ausgesprochen selten. Das Jahr 2020 ist wohl für den Großteil der Deutschen nicht nur ein wirtschaftliches Desaster. Große Konzerne müssen für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden oder Stellen drastisch abbauen. Die Arbeitslosenquote schießt, wie in vielen anderen europäischen Ländern, in die Höhe. Und trotzdem gibt es sie noch, die Unternehmen, die gestärkt durch die Corona-Zeit gehen.

Ein Stichwort, das seit Beginn der Epidemie immer wieder fällt, ist Digitalisierung. Letztendlich soll unser gesamter Alltag durch Hightech gesteuert werden. Die Bundesregierung gibt sogar bis zum Ende dieser Legislaturperiode drei Milliarden Euro für die Förderung von Künstlicher Intelligenz aus. Seit den drastischen Einschränkungen wurde hier und da viel improvisiert und gebastelt. Das digitale Klassenzimmer und ein Platz im eigenen Homeoffice werden für uns nichts Außergewöhnliches mehr sein. Dort, wo einige Behörden oder Ämter noch am Anfang einer Umsetzung stehen, sind Handwerksbetriebe schon seit Jahren vollständig digitalisiert. Und zwei Hannoveraner sind dafür mit verantwortlich.

Digitalisierung und Handwerk

Das Thema Digitalisierung wird nicht unmittelbar automatisch mit dem Handwerk verbunden. Doch ist es ausgerechnet diese Branche, die schon lange erkannt hat, welche Vorteile ihnen Cloudlösungen bringen. Und wer von uns hat es nicht schon einmal gesehen? Sei es der Elektriker, der einmal im Jahr zum Ablesen der Therme kommt oder die Heizung repariert. Alles, was Handwerker heute noch benötigen, ist ein Smartphone oder Tablet. Von dort kann man auf sämtliche Informationen zum Auftrag zugreifen, Fotos hinterlegen und sogar gleich vom Kunden alles unterschreiben lassen. Arbeitszeiten werden erfasst und der Chef kann von überall seine Mitarbeiter verwalten. Wer erinnert sich nicht an die Zeiten, als noch vollgepackte Ordner zu Aufträgen mitgeschleppt wurden? Diese
Ära liegt ganz klar hinter uns. Doch trotz dieser nachhaltigen und einfachen Methode zu digitalisieren, gibt es natürlich auch immer wieder Skeptiker, die vor Sicherheitslücken und Datenschutzmissbrauch warnen. Dass es
aber auch funktionieren kann, zeigt der Erfolg dieses Start-ups.

Das Unternehmen energieheld ensteht

Alles begann im Jahr 2012 mit einer Idee, die die Gründer Michael Kessler und Philipp Lyding hatten: Hausbesitzer und Handwerker digital zusammenzubringen.

Ihr Start-up energieheld war geboren. Die beiden jungen Familienväter, die selbst Hausbesitzer sind, kennen die Probleme, vor denen Kunden und Handwerker täglich stehen. Beide erzählen in einem Interview in der aktuellen radius/30 Sommerausgabe, wie alles begann und wie sie bis heute das Handwerk erfolgreich digitalisieren.

Text: Nora Hehr