Intelligente Gartentechnik – Teil 2

30. Juli 2021

Innr Lighting

SICHERHEIT

Beleuchtung

Mit gezielter Beleuchtung lässt sich Atmosphäre schaffen und der Garten gekonnt in Szene setzen. Wird die Beleuchtung in ein Smart-Home-System integriert, geht sie zu einer vorher festgelegten Zeit oder bei Dämmerung ganz automatisch an. Alternativ kann die Beleuchtung per App von überall aus aktiviert werden. Sinnvoll ist außerdem der Einsatz von Bewegungsmeldern im Eingangsbereich und auf den Zugangswegen, die mögliche Stolperfallen ganz automatisch ausleuchten. Die IP-Schutzart gibt Auskunft über die Schutzklasse, schließlich sind die Lampen je nach Einsatzort Wind und Wetter ausgesetzt. Die Ziffern der IP-Nummer geben die Widerstandskraft an. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper, die zweite Ziffer gibt Auskunft darüber, wie die Leuchte gegen Wasser und Feuchtigkeit geschützt ist. Unter einem Dach genügt beispielsweise IP 44. Als smarte Außenbeleuchtung im Freien empfiehlt sich IP 67 und in Wassernähe wie am Pool oder Teich ist IP 68 ratsam.

Einbruchschutz

Eine gute Gartenbeleuchtung nimmt ungebetenen Gästen die Versteckmöglichkeiten. Stromsparender als eine Dauerbeleuchtung sind Bewegungsmelder, die das Licht bei Aktivitäten automatisch einschalten. Moderne Bewegungsmelder erfassen die Umgebungshelligkeit und die Körperwärme von vorbeilaufenden Personen und werden nicht ausgelöst, nur weil sich ein Ast im Wind bewegt oder eine Katze vorbeiläuft. Bewegungsmelder können aber nicht nur Lichtquellen steuern, sondern beispielsweise auch einen Alarm auslösen. Einen zusätzlichen Schutz bieten elektronische Schlösser an Gartentüren und -toren, die sich durch Erweiterungen von beispielsweise Fingerabdruckscanner oder Code-Tastatur zu einer bestimmten Uhrzeit verschließen und so sicherstellen, dass über Nacht die Zugangsmöglichkeiten zum Grundstück verschlossen sind. Oder die sich von unterwegs abschließen lassen, wenn ein Tor versehentlich offen steht.

Eine gute netzwerkfähige Kamera liefert auch bei Dunkelheit deutliche Bilder und kann einen Alarm oder weitere Sicherheitskomponenten aktivieren. | Foto: Argus
Smarte Steckdosen

„Für die moderne Technik sind ausreichend Stromanschlüsse im Garten unerlässlich“, sagt Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Wer allerdings Kabel unbedacht quer durch den Garten zieht, lebt riskant. Denn ein Stromschlag aus einer beschädigten Leitung kann lebensgefährlich sein. Aber auch herumliegende Kabel werden schnell zur Stolperfalle. Nützliche Helfer sind smarte Steckdosen, die ab Schutzklasse IP 44 gegen Wasser und das Eindringen von Drähten und Werkzeugen, deren Durchmesser 1 mm überschreitet, geschützt sind. Smarte Steckdosen funktionieren als eine Art Adapter, der die Stromzufuhr angeschlossener Geräte steuert. Das angeschlossene Gerät selbst bleibt immer eingeschaltet, gesteuert – also ein- und ausgeschaltet – wird die Steckdose. Auf diese Weise sind beinahe alle Elektrogeräte – auch nicht smarte, ältere – in die Haus- oder Gartenautomatisierung integrierbar.

SAUBERKEIT

Stark, smart, zuverlässig

Kärcher präsentiert die erste Hochdruckreiniger-Serie mit App-Anbindung. Vom kompakten K 2 Power Control bis hin zum kraftvollen K 7 Smart Control profitieren alle Anwender von der Verknüpfung zur hauseigenen Kärcher Home & Garden App. Diese hilft unter anderem bei der Geräteeinrichtung, liefert fachgerechte Tipps zur bevorstehenden Reinigungsaufgabe und hält Erfolge social-media-gerecht in ansprechenden Vorher-Nachher-Bildern fest. Die Grundfunktionen der App stehen für alle Geräte der neuen Power Control-Serie zur Verfügung. Die Modelle der Smart Control-Serie lassen sich über die Bluetooth-Schnittstelle via App direkt übers Smartphone einstellen. Dort lassen sich zusätzliche Funktionen aktivieren. Zudem wurden das Design und die Ausstattungsmerkmale des gesamten Portfolios aktualisiert.

KOMFORT

Der smarte Regenmesser von Netatmo misst die Regenmenge in Echtzeit sowie die Summe des Tagesniederschlags und warnt bei einsetzendem Regen. | Foto: Masaki Okuma, M-Agency, Marion Leflour, Fred Raynaud, 1988 und WeSoundCompany
Wetterstation

Für besonderen Komfort sorgt intelligente Technik im Garten in Kombination mit einer Wetterstation. Sie besteht aus einem Sensor, der verschiedene Parameter wie Helligkeit, Temperatur, Regen und Wind erfasst. Damit lässt sich beispielsweise die automatische Bewässerung optimieren. Ist sie über ein Smart-Home-System mit der Wetterstation vernetzt, wird der Garten ab einem bestimmten Schwellenwert automatisch bewässert. Zieht hingegen Regen auf, bleibt die Sprinkleranlage aus und spart damit Wasser. Bei aller Automatisierung lassen sich alle Funktionen aber nach wie vor manuell aktivieren und steuern. Auch auf Terrasse oder Balkon ist der Einsatz einer Wetterstation nützlich. Ist der Sonnenschutz wie Markise oder Rollo mit der Wetterstation verbunden, kann programmiert werden, dass sie ab einer bestimmten Temperatur und Sonnenschein eigenständig verschatten. Auch bei starkem Wind oder Niederschlag schließt der Sonnenschutz automatisch, damit er keinen Schaden nimmt. Bei drohendem Gewitter kann das Ausschalten aller elektrischen Geräte im Garten veranlasst werden. 

HOME CONNECT PLUS: EINE APP – UNBEGRENZTE MÖGLICHKEITEN

Mit der kostenlosen App von HomeConnect Plus entstehen neue Perspektiven und Möglichkeiten. Verschiedene Smart-Home-Geräte und ganze Systeme unterschiedlicher Hersteller lassen sich miteinander verbinden und zentral steuern – ganz gleich, ob mit iOS oder Android. Das erleichtert den Alltag und schafft Zeit für die Dinge, die wirklich wichtig sind. Das volle Potenzial des Home Connect Plus-Partnernetzwerks ergibt sich aus dem Zusammenspiel verschiedener Geräte in personalisierbaren Automationen – ganz nach persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen. Die herstellerübergreifende Home Connect Plus-App ist ab sofort kostenlos in Deutschland und Österreich in allen bekannten App-Stores verfügbar. Zudem ist der Start der App nur ein Startschuss für die weitere Entwicklung des Angebotes, von der die Nutzer*innen aller beteiligten Marken profitieren werden.

Text: Susanne Bührer