(Bio) Regio-Challenge

13. September 2021

Freuen sich auf die (Bio) Regio-Challenge: v.l. Regina Kramarek (Bürgermeisterin LHH), Michaela Michalowitz (stellv. Regionspräsidentin), Ministerin Barbara Otte-Kinast, Marina Barth (stellv. Vorstandsvorsitzende Sparkasse Hannover), Daria Kistner (Ernährungsrat) und Uta Kuhlmann (Geschäftsführerin „Hoftalente“). Bild: Region Hannover, Claus Kirsch

„Eine Woche gilt: Iss, was um die Ecke wächst!“

Die erste „(Bio) Regio-Challenge“ in der Region Hannover beginnt am 13. September. Zwischen dem 13. und 19. September 2021 können sich Menschen in der Region Hannover der Herausforderung stellen, sieben Tage lang nur Lebensmittel zu konsumieren, die in einer Entfernung von 100 Kilometern erzeugt wurden. Die Einkaufswege sollten dabei möglichst klimaneutral zurückgelegt werden. Eingeladen, an der ersten „(Bio) Regio-Challenge“ in der Region Hannover teilzunehmen, sind Einzelpersonen, Wohngemeinschaften, Familien, Bürogemeinschaften oder Unternehmen.

Initiatoren der Aktion sind der Ernährungsrat Hannover und Region, der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover und das Team Naherholung der Region Hannover. Förderer sind das Land Niedersachsen im Rahmen des Projektes „Ökomodellregion“, die Region Hannover im Rahmen der Leuchtturmrichtlinie und die Sparkasse Hannover- Sparkassenbrief N+.

Ziel der Aktionswoche ist es, auf die Vielfalt der regional erzeugten Lebensmittel aufmerksam zu machen und die Teilnehmenden dazu zu animieren, ihre Ernährungsgewohnheiten zu überdenken und die direktvermarktenden Betriebe in der Umgebung kennenzulernen. So soll auch die Kaufbereitschaft für (bio)regionale Produkte langfristiger gefördert werden.

„Die Landeshauptstadt Hannover setzt sich dafür ein, die große Vielfalt von Lebensmitteln sichtbar zu machen, die von den Landwirtinnen und Landwirten vor unserer Haustür erzeugt werden. In diesem Zusammenhang ist die „(Bio) Regio-Challenge“ eine gute, geeignete Aktion: Denn der Kauf von (bio)regionalen Produkten hat viele positive Effekte“, erläutert Hannovers Bürgermeisterin Regine Kramarek: „Die Kulturlandschaft wird erhalten, die örtlichen Landweitinnen und Landwirte werden unterstützt und auch das Klima profitiert durch kurze Transportwege.“

Für die Region Hannover betont Michaela Michalowitz, stellvertretende Regionspräsidentin: „Nachhaltigkeit und ein bewusster Einkauf sind Themen, die immer mehr Menschen dazu bewegen. sowohl ihre frischen Lebensmittel als auch weiterverarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse direkt aus der Region zu beziehen. Mit Blick auf die fünf Hofladenrouten, die die Region Hannover im Rahmen der regionalen Naherholungsplanung seit 2015 erarbeitet hat, klingt die Idee der „(Bio) Regio-Challenge“ – nämlich eine Woche essen und trinken, was in einer maximalen Entfernung von 100 Kilometern produziert wird – im Prinzip bestechend einfach.“

Als Hilfestellung vor und während der Challenge haben die Initiatorinnen und Initiatoren der Aktion ein umfangreiches Informations- und Veranstaltungsangebot im Internet unter www.hannover.de/regio-challenge zusammengestellt. Dort sind viele Tipps für den regionalen Einkauf zu finden, so zum Beispiel eine Übersicht über (Bio-)Direktvermarkterinnen und -vermarkter aus der Umgebung von Hannover, die auch ab sofort über die Smartphone Anwendung „Regio-App“ digital zu finden sind, sowie Hofläden an den Hofladenrouten oder ein Saisonkalender. Begleitend zur Regio-Challenge-Woche gibt es ein buntes Angebot von Veranstaltungen rund um das Thema regionale Ernährung, wie Online-Kochkurse, Hofführungen oder einen Feldrundgang mit Gemüse-Selbsternte.

Bei der „(Bio) Regio-Challenge“ gibt es auch Ausnahmen im Einkaufskorb: Beispiel: eine Salami, die hauptsächlich aus regionalem Fleisch besteht und hier produziert wurde, ist zulässig, auch wenn der Pfeffer, mit dem sie gewürzt ist, von weit her ist. Für Zutaten aus der weiten Welt, wie beispielsweise den Kaffee am Morgen oder Bananen für das Müsli, gibt es zwei Zutatenjoker: Diese Zutaten dürfen also in der Woche weiterhin verwendet werden. Eine zusätzliche Herausforderung ist dabei, in der Woche sogar nur bio-regional zu essen.

Eine Ernährung mit (bio)regionalen Produkte kann viele positive Effekte erzielen:

  • Kurze Transportwege schonen das Klima und bringen die Ware frisch auf den Tisch.
  • Der bewusste Einkauf von regionalen Produkten unterstützt die ökologische Produktion auf unseren Bauernhöfen in und um Hannover und sichert ihre Existenz.
  • Landwirte erfahren Wertschätzung für ihre Produkte und erhalten einen fairen Preis dafür.
  • Der bewusste Einkauf von umweltschonend erzeugten Lebensmitteln trägt zur Sicherung unserer Kulturlandschaft bei, die so auch wertvolle Lebensräume für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt bereithält.