Earth Day 2021 in der Region Hannover

22. April 2021

Earth Day in der Region Hannover

Heute ist World Earth Day! Dieser Tag wird seit 1970 jedes Jahr am 22. April begangen und macht auf gravierende Umweltprobleme aufmerksam. Dieses Jahr steht der internationale Earth Day unter dem Motto „Restore our Earth“ – der Fokus wird nicht nur darauf gelegt, wie unsere Auswirkungen die Erde schädigen, sondern auch darauf, wie wir Umweltschäden reparieren können, die wir verursacht haben. Dazu finden auf der ganzen Welt Veranstaltungen statt – die meisten davon virtuell. Heute Abend streamen die Veranstalter dann live über YouTube. In Deutschland wird dieses Jahr das Thema „Nachhaltige Ernährung“ in den Fokus gerückt: Das Motto lautet „Jeder Bissen zählt“. Und da kommt der World Earth Day gerade richtig, um zu zeigen, dass nachhaltige Ernährung auch in der Region Hannover möglich ist.

Denn alles, was wir essen, hat nicht nur Einfluss auf uns und unsere Gesundheit, sondern auf das gesamte Klima. Viele Menschen kennen bereits den Test zum Bestimmen des individuellen ökologischen Fußabdrucks, doch auch der individuelle „Foodprint“ lässt sich in einem englischsprachigen Quiz testen. Und für alle, die dann etwas verändern wollen, gibt es eine 4-Wochen-Challenge mit vielen kleinen Tipps für eine nachhaltigere Ernährung. Es gibt viel zu lernen rund um Einkauf, Auswahl von Lebensmitteln, Lagerung und Zubereitung. Nachhaltige Ernährung soll nicht mit Verzicht in Verbindung gebracht werden, sondern mit einem bewussten und ressourcenschonenden Umgang.

Earth Day in der Region Hannover

Saisonal und regional einkaufen rund um Hannover

Erdbeeren zu Weihnachen und Tomaten im Frühjahr? Heutzutage ist alles möglich – in den Läden steht immer alles zur Verfügung. Die ständige Verfügbarkeit bedeutet aber gleichzeitig einen hohen Energieaufwand für weite Transportwege, Treibhäuser oder gekühlte Lagerstätten. Wer saisonale Produkte kauft, kauft Lebensmittel, die ohne große Einflussnahme des Menschen wachsen können. Und wer regional kauft, vermeidet lange Wege, die das Klima schädigen. Im Stadtgebiet Hannover finden regelmäßig zahlreiche Wochenmärkte statt, auf denen Produkte aus dem Umkreis angeboten werden. Und im Umland von Hannover bieten immer mehr Bauernhöfe eine Direktvermarktung mit Bauern- und Hofläden – oft auch unabhängig von den üblichen Ladenöffnungszeiten durch Verkaufsautomaten wie den REGIOMAT®.  

Obst und Gemüse selbst anbauen

Egal ob in der Stadt oder auf dem Land: Essbares lässt sich überall anbauen. Wer keinen eigenen Garten oder Balkon hat, kann sich einfach mit anderen zusammenschließen: In der Region Hannover gibt es über 35 Initiativen, die vom Verein „Internationale Stadtteilgärten“ auf einer Karte aufgelistet werden. Wer Gemüse quasi mit „Gelinggarantie“ selbst anbauen möchte, kann einen Gemüsegarten auch mieten – in der Region Hannover beispielsweise bei Familie Revery in Everloh, die Partner von meine ernte sind, ein Unternehmen, das sich auf die Vermietug von Gemüsegärten spezialisiert hat.

Essen vor der Tonne retten: Foodsharing und Hannöversche Tafel

Seit 2012 rettet die foodsharing-Bewegung täglich tonnenweise gute Lebensmittel vor dem Müll. Sie werden dann ehrenamtlich und kostenfrei von privat zu privat im Bekanntenkreis, der Nachbarschaft, in Obdachlosenheimen, Schulen, Kindergärten und über die Plattform foodsharing.de verteilt. Über 375.000 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen regelmäßig die Internetplattform nach dem Motto: „Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen!“. Inzwischen engagieren sich darüber hinaus über 94.000 Menschen ehrenamtlich als Foodsaver, indem sie überproduzierte Lebensmittel von Bäckereien, Supermärkten, Kantinen und Großhändlern abholen und verteilen. 47.636.020 kg Lebensmittel konnten so bislang erfolgreich vor der Tonne gerettet. Die Facebook-Gruppe „Foodsharing Hannover“ umfasst 4.800 Mitglieder.

Auch der Verein Hannöversche Tafel rettet Lebensmittel, die wegen Überproduktion, fehlerhafter Beschriftung und Farbgebung, Verpackungsfehler oder dem nahenden Mindesthaltbarkeitsdatum aus Lebensmittelmärkten entsorgt werden. Diese Lebensmittel werden Bedürftigen an mehr als 20 Ausgabestellen verteilt. Zur Abholung berechtigt sind alle, die einen Nachweis ihrer Bedürftigkeit vorlegen können, wie einen Bescheid über den Bezug von Arbeitslosengeld, einer geringen Rente oder Grundsicherung.

ROSSMANN unterstützt den World Earth Day

Die Drogeriemarkt-Kette ROSSMANN aus Burgwedel bei Hannover informiert am World Earth Day über Lebensmittelverschwendung. Die Initiative „Oft länger gut“ gibt zahlreiche Ratschläge und Ideen, wie Lebensmittel nicht in der Tonne landen müssen. Mit dabei ist auch Thomas Wohlfeld, Chefkoch im Restaurant „Handwerk“ in Hannover. Er zeigt, dass der richtige Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum und eine konkrete Planung hilfreich sind. Und es wird natürlich auch gekocht. Zu sehen sind die Videos am 22. und 26. April auf dem YouTube-Kanal von Mein ROSSMANN oder via Instagram.